Am nächsten Morgen sass am runden Gartentisch
neben dem Vater ein Mann. a
Neben dem Mann auf der Erde lag ein Korb. Sein Vater
bot mir einen Stuhl an und stellte mir den Mann
als Nachbar Franz vor.

– Ich weiss schon Bescheid, nickte der Nachbar verständnisvoll
zu mir. – Wir wissen es schon, dass ihr
niemanden einladen werdet.
– Niemanden kann man so nicht sagen, sagte sein
Vater. – Sie laden ihre nächsten Verwandten ein.
– Und unsere engsten Freunde, sagte ich.
– Ist schon richtig so, sagte der Nachbar. – Würde
ich auch tun. Das ganze Getue bei den Hochzeiten,
der Neid und die Missgunst, schrecklich.
– Ist schon richtig so, sagte der Vater.
– Freilich, Neid und Missgunst gibt’s auch so, sagte
der Nachbar.

Der Nachbar hatte so einen Blick, er schien in die
eine Richtung zu blicken, übersah aber zugleich
auch die ganze Umgebung, eine Art Panoramablick.
Man merkte, während der Nachbar mit uns
sass und sprach, nahm er auch die Bewegungen im
vorderen Teil des Gartens wahr, wo Kilians Mutter
dabei war, die Oleanderpflanze zu giessen.

– Und, sagte der Nachbar. – Gefällt Ihnen die
Gegend?